Intensiver Formenlehrgang im Ulm Seishinkai

Die Ulmer Seishinkai-Schule, das Aikido Zentrum Ulm/Neu-Ulm, ist im Dezember letzten Jahres in neue Räumlichkeiten eingezogen. Die Möglichkeit dazu kam überraschend. Entsprechend spontan und kurzfristig verlief der Umzug in das CKI - kaum Zeit, diesen bedeutenden Umbruch gebührend zu würdigen.

 Daher waren wir sehr froh, dass wir Markus Röllig, 4. Dan Seishinkai und einer der langjährigsten Schüler von Thorsten Schoo Sensei für einen Lehrgang in Ulm (genauer: Neu-Ulm) gewinnen konnten. Markus leitet seit 2006 die Offenbacher Seishinkai-Schule, das Aikido Zentrum Offenbach.

Auch wenn wir schon seit über einem Vierteljahr in unserem neuen Dojo trainieren, war Markus' Besuch am 24. März 2012 genau der "würdigende Moment", der uns noch gefehlt hatte, um vollends anzukommen - sozusagen der Abschluss der Aufwärmphase auf unserer neuen Matte. Umso schöner, dass auch Aikidoka von anderen Dojos dabei waren.

Der Lehrgang war ganz bewusst als Formenlehrgang konzipiert und so auch als eine wertvolle Vorbereitung für die anstehenden Graduierungen Ende April gedacht. Dennoch hat Markus es mit einer bewundernswerten Leichtigkeit geschafft, mehr als nur die korrekten Bewegungsabfolgen verschiedener Katas zu vermitteln. Er hat uns gezeigt - mehr noch: uns spüren lassen - wie aus der reinen Biomechanik einer Technik "echtes" Aikido werden kann, also die echte Beteiligung beider Partner an der Auseinandersetzung.

Einer der Schlüssel, die Markus dafür benutzt hat, war die Betonung des Ukemi. Zahlreiche Übungen, jenseits der "reinen Formenlehre", schulten die Aufmerksamkeit des Körpers und führten zu einem besseren Verständnis dafür, dass Ukemi eine ganze Menge mit "Schutz" aber auch mit "Veränderung" zu tun hat. Damit wurde auch nochmal deutlich, dass es bei den Kyu- und Dan-Passagen  eben um mehr als das "Abspulen" verschiedener Techniken geht. Mitunter lässt sich daran, wie ein Aikidoka Ukemi gibt, viel deutlicher ablesen, wo er auf dem Weg von der einen zur nächsten Graduierung gerade steht als an der Art und Weise, wie er die Rolle als Tori ausfüllt.
 Darüber hinaus nahm Markus sich die Zeit, auf individuelle Fragen einzugehen und gab vor allen Dingen selbst ausgiebig Ukemi, was die Intensität des Lehrgangs nochmal steigerte.

Wir danken Markus Röllig für seinen Besuch in Ulm und fiebern nun umso mehr den kommenden Passagen in Frankfurt entgegen. Dort wird es auch ein Wiedersehen mit Markus geben - und hoffentlich auch bald wieder bei uns im AZUNU.